“Internet für alle”, titelt Welt Online. Vodafone macht jetzt Ernst: in einem Interview mit der Welt Kompakt erklärt Chef Joussen, dass das Unternehmen das LTE Netz im Alleingang ausbauen möchte. Und das obwohl Experten damit rechneten, dass sich die Netzbetreiber aufgrund der Effizienz gemeinsam an den Ausbau wagen. Delegiert wurde dabei an die schon erwähnten Konzerne Ericsson und Huawei, die bereits jetzt mit dem Bau der Sendestationen in Deutschland beschäftigt sind. Joussen geht davon aus, dass das Netz auf dem Land meistens schneller sein wird als in den Städten. Die letzten werden die ersten sein! Dies ist wohl der gerechte Ausgleich für die Landbevölkerung, die jahrelang mit neidischen Blicken auf die Hightech-Breitbandanschlüsse der Bewohner der deutschen Ballungszentren schauen musste.
Vodafone startet jetzt richtig durch. Neben der Einzelkämpfer Attitüde im Netzaufbau wurde auch gleich ein weiteres neues Geschäftsfeld angekündigt: Internet-Fernsehen. Dieses so genannte IP TV wird zu Weihnachten auf den Markt kommen und ist für die breite Masse gedacht. Man darf also mit einer umfassenden Marketingkampagne rechnen. Damit geht der Konzern in die direkte Konkurrenz mit auf diesem Geschäftsfeld bereits etablierten Namen, wie zum Beispiel Alice oder Telekom.
Der Unternehmenschef gibt sich deutlich zuversichtlich, was den Erfolg seiner Vorhaben anbelangt. Er ist sich zudem sicher, dass die Durstrecke von Vodafone, samt Kundenrückgängen und Umsatzstagnationen, vorüber ist. Somit soll auch kein weiteres Personal mehr abgebaut werden.
