Telekom-LTE: Erster Mast in Betrieb genommen
Kyritz in der Nähe von Berlin, 30.08.2010. Für die Telekom dürfte dies ein historischer Tag sein, denn hier wurde die erste auch kommerziell nutzbare LTE Basisstation in Betrieb genommen. René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Telekom und Frau Fischer, Vertreterin des Landes Brandenburg nahmen die LTE-Basisstation offiziell in Betrieb.
Besonders interessant ist der von der Telekom dargestellte Vergleich LTE-UMTS. Auf einer Karte zeigt die Telekom grafisch die Abdeckungsreichweite von LTE und UMTS des Sendemastes in Kyritz. Die Unterschiede sind dabei erstaunlich, denn LTE hat im Vergleich zu UMTS einen weitaus größere Reichweite zu bieten.
Warum Kyritz?
Kyritz nahe Berlin war bisher einer der sogenannten weißen Flecken in der Breitbandstruktur in Deutschland. Das heißt, dass es hier bisher keine Breitbandverbindung für die Bewohner gab. Die Breitbandinitiative der Bundesregierung fordert, dass zunächst jene weißen Flecken, auch mit Hilfe des LTE-Netzes entfernt werden. Für Kyritz kommt der für LTE durch die digitale Dividende freigewordene 800 MHz Bereich zum Zug.
Der Plan der Telekom bezüglich seiner Breitbandstrategie sieht aktuell wie folgt aus:
Bis Ende 2010 will die Telekom über tausend Orte, die bisher keinen Zugang hatten, mit Breitbandanschluss versorgen. Die Hälfte davon soll mit LTE-Netzzugang versorgt werden. Die zweite Hälfte soll mit UMTS oder auch DSL versorgt werden.
2011 sollen dann mit der Long Term Evolution weitere 1.000 weiße Flecken beseitigt werden. Übrigens: Die Telekom hat jetzt wie Konkurrent Vodafone eine Internetseite eingerichtet, auch der sich Interessierte für das LTE-Netz vormerken lassen können.
Nachdem man über viele Tests des LTE-Netzes berichten konnte scheint nun die Zeit gekommen, in der man versucht das LTE-Netz in das Marketingkonzept einzubinden um Kunden mit dem neuen schnellen Netz reizen zu können.
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