Technische Prozesse werden grundsätzlich extern, meist von einer Messwarte über bestimmte Programme auf einem Computer, überwacht und gesteuert. Hierbei werden alle zur Koordination, Steuerung und Regelung erforderlichen Funktionen im Prozessleitsystem berücksichtigt. Die Prozesstechnik lässt sich im Allgemeinen in zwei Bereiche gliedern, die fertigungstechnische Produktion und die verfahrenstechnische Produktion. Die verschiedenen Produktionsbereiche unterscheiden sich meist sehr stark in ihren einzelnen Abläufen. Dies stellt an die Automatisierungssysteme die unterschiedlichsten Anforderungen, welche auf die Art und Weise der Prozessführung genauestens abgestimmt sein muss.
Ein Stellantrieb ist im Allgemeinen eine Einheit von Stellgliedern, deren Verwendung für automatische Regelungen, Steuerungen und Systeme bestimmt ist. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen und Ausführungen, so zum Beispiel elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch angetrieben. Die verschiedenen Fertigungen erfüllen demnach alle einen anderen Zweck. Die anzutreibenden Stellglieder können ganz einfache Ventile, Schieber oder Hähne darstellen, welche den Massendurchfluss in technischen Systemen bestimmen. Sie stellen hier einen wesentlichen Teil des elektromotorischen Antriebs für Rohrleitungsarmaturen dar.
Man kann die Antriebe sehr allgemein unterscheiden, so zum Beispiel wie bereits erwähnt nach der Art und Weise ihrer Hilfsenergie, die benötigt wird (hydraulisch, elektrisch, elektromagnetisch, pneumatisch oder mechanisch). Es gibt auch Fertigungen, bei denen diese Formen in kombinierter Weise auftreten. Zudem gibt es verschiedene Arten des Stellorgans, welches angetrieben werden soll (Ventile für Heizungen, Maschinenteile, Armaturen für Rohrleitungssysteme, usw.). Es existieren bei den Antrieben sehr differenzierte Prinzipien der Konstruktion: Membranen, Handheben, Magnetspulen, Motoren, Kolben, Handräder, etc. Der Überbegriff Stellantrieb ist zu unterteilen in Regel- und Steuerantriebe. Regelantriebe sind in bestimmte Regelkreise eingebunden. Sie übermitteln bei Störungen jeglicher Art Signale an ein entsprechendes Stellglied. Auf diese Weise möchte man alle Abweichungen der Standardwerte minimieren und sämtliche Störungen vermeiden, beziehungsweise sie beim Auftreten sofort beheben können.
Diese Regelantriebe werden zusätzlich nach zwei Sorten unterschieden: dem Dreipunktantrieb, Auf/Stopp/Zu-Verfahren, und dem kontinuierlichen Verfahren mit stetigem Signalsenden. Steuerantriebe, welche die Signale empfangen und die erhaltenen Befehle ausführen, arbeiten demnach als letzte Einheit im System. Sie werden im Allgemeinen beim Dreipunktantrieb eingesetzt. Insbesondere für Armaturen in Rohrleitungssystemen übernehmen diese Antriebsmöglichkeiten eine übergeordnete Rolle. Häufig ist folglich mit dem Ventilantrieb dasselbe Verfahren gemeint. Der Begriff Stellantriebe ist ein Oberbegriff für jegliche Stellorgane.
