Lukrativität ist stets das oberste Gebot bei einer Investition. Die Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone sowie Telefónica- Tochtergesellschaft O² erwarben im Mai diesen Jahres die bereitgestellten Frequenzen für das LTE-Netz für jeweils rund 1,2 Milliarden Euro. Damals konnten sie nur erahnen, dass diese Investitionen sich in hoher Weise auszahlen könnten.
Wie bereits berichtet, gibt es die Breitbandinitiative der Bundesnetzagentur. Diese besagt, dass die LTE-Netze zunächst vorrangig dazu dienen sollen, Internetverbindungslücken in ländlichen Regionen zu schließen. Seit dieser Festlegung ist allerdings eine gewisse Zeit vergangen.
Wie das Finanzmagazin Capital berichtet, kommen die Auflagen der Breitbandinitiative oftmals nicht zum tragen, da in der Zwischenzeit viele DSL-Anbieter die Breitband-Infrastrukturen auf den ländlichen Gegenden ausgebaut haben. Die in der Initiative geforderten flächendeckenden Übertragungsraten von mindestens 1 MBit/s sind so schon oftmals vorhanden.
Warum führt das zu niedrigeren Kosten für die LTE-Netzbetreiber? Ganz einfach. In ländlichen Gegenden müssten gegenüber urbaner Gebiete weit mehr LTE-Basisstationen errichtet werden, um die gleiche Anzahl an Haushalten an das LTE-Netz anzuschließen. Dies liegt daran, dass mit den Basisstationen zwar ein hohes Volumen an Zugängen gewährleisten können, jedoch der Abstand zwischen Empfänger und Basisstation eine wesentliche Rolle spielt.
